Die Teuerungsrate in der Bundesrepublik hat im Februar einen langjährigen Höchststand erreicht. So mussten Verbraucher für den vom statistischen Bundesamt zur Messung des Preisauftriebes verwendeten Warenkorb fast drei Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor.
Nicht nur für Konsumenten, sondern auch für Investoren stellt die beschleunigte Geldentwertung ein ernsthaftes Problem dar. Wird keine ausreichende Rendite erwirtschaftet, reduziert sich das Vermögen hinsichtlich seiner Kaufkraft.
Die Aktienmärkte sind derzeit aus der Sicht vieler Anleger mit zu vielen Unsicherheiten behaftet, als dass eine Investition attraktiv erscheinen könnte. Anleihen auf der anderen Seite bieten eine äußerst magere Verzinsung.

Wer sein Kapital vor Inflation wirksam schützen möchte, dem stehen dafür im Wesentlichen zwei Optionen offen. Zum einen kann ein gewisser Anteil des Depots in Rohstoffe umgeschichtet werden. Diese versprechen zwar weder Zins noch Dividende, haben sich jedoch in der Vergangenheit als stabilisierendes Element in Zeiten hoher Inflation bewährt. Die Entwicklung der Rohstoffmärkte können Anleger dabei sowohl über einen Fonds als auch über diverse strukturierte Produkte vornehmen. Edelmetalle können auch physisch erworben werden.

Eine weitere Variante zur Sicherung der Kaufkraft des eigenen Vermögens ist die Investition in inflationsgesicherte Anleihen. Diese werden sowohl von Gebietskörperschaften als auch von Unternehmen emittiert und bieten eine Verzinsung, die sich an der Entwicklung der Inflation orientiert. In der Praxis wird dem Anleger ein Basiszins zuzüglich der gemessenen Inflation gezahlt.
Der große Vorteil solcher Produkte ist, dass die Bruttorealverzinsung während der gesamten Laufzeit konstant ist. Insbesondere bei Konstellationen wie sie derzeit vom Markt geboten werden (niedrige Zinsen und hoher Inflationsdruck) stellen sich Anleger mit diesen Produkten besser.
Wer sein Portfolio zu wesentlichen Teilen mit Bonds füllt, der sollte aber die inflationsgebundenen Produkte nicht übergewichten. Vielmehr sollte eine professionelle Diversifikation erfolgen, damit auch in Zeiten niedriger Teuerungsraten attraktive Erträge fließen.